Development Monitor: Ende der Talsohle erreicht – Wohnungsbau erwartet ab 2027 wieder Wachstum


Wohnen Büro Logistik & Industrie
29.01.2026 Autor/en: Birgit Haase

Auf Basis der Daten aus unserem aktuellen Development Monitor beleuchten wir die Trends auf dem Projektentwicklermarkt zum Jahresstart 2026. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner BFW und Experten der BayernLB sowie DKB haben wir im heutigen Webinar analysiert, warum trotz niedriger Fertigstellungszahlen wieder vorsichtiger Optimismus einkehrt.

Die Fakten unserer Auswertung auf einen Blick

  • Gesamtprojektvolumen: 22.908 Projekte mit insgesamt 178,3 Mio. qm Fläche.
  • Wohnungsbau: Volumen stabilisiert sich bei 66,5 Mio. qm (-1,8 % ggü. Vorjahr).
  • Büromarkt: Deutliche Korrektur um -11,7 % auf 27,4 Mio. qm.
  • Baustarts: Im Wohnbereich weiterhin kritisch mit -77 % gegenüber dem Peak in 2022.
  • Seniorenwohnen: Erstmals als eigene Assetklasse mit ca. 7,5 Mio. qm erfasst.

Vom „harten Winter“ zum zyklischen Frühling

Die aktuellen Zahlen spiegeln einerseits die Schwere der Krise wider: Für 2026 wird mit nur etwa 150.000 fertiggestellten Wohneinheiten im Neubau-Geschosswohnungsbau der quantitative Tiefpunkt erwartet. Doch die Stimmung am Markt dreht sich. André Adami, Head of Residential bei bulwiengesa, sieht erste „erblühende Knospen“: Projektentwickler reaktivieren Grundstücksankäufe und neue Fonds werden aufgelegt. Ab 2027 ist endlich wieder mit einer nachhaltigen Steigerung der Fertigstellungen zu rechnen.

Finanzierung als Nadelöhr

Trotz der neuen Zuversicht bleibt der „Gordische Knoten“ bei der Finanzierung bestehen. Banken fordern weiterhin hohe Eigenkapitalquoten von rund 25 %. Experten der BayernLB und DKB betonten im Webinar jedoch, dass bei hoher Professionalität und Objektqualität zunehmend wieder attraktive Finanzierungsanfragen für neue Projekte realisiert werden können.

Politik in der Pflicht: Gebäudetyp E als Chance

BFW-Bundesgeschäftsführer Andreas Beulich mahnt zur Umsetzung: „Die Zahlen zeigen es: 2026 wird ein verlorenes Jahr werden, wenn nicht entschlossen gehandelt wird.“ Der Verband fordert bezahlbare Standards und sieht im Gebäudetyp E eine zentrale Chance, um genehmigte, aber noch nicht begonnene Projekte endlich in die Umsetzung zu bringen.

Fazit

Der Projektentwicklermarkt hat die Talsohle durchschritten. Während die Statistik noch die niedrigen Fertigstellungen der Krisenjahre verarbeitet, bereitet sich die Branche auf den neuen Zyklus vor. Transparenz in neuen Segmenten wie dem Seniorenwohnen und eine Entschlackung regulatorischer Hürden sind nun die Hebel für den Aufschwung ab 2027.

Sie konnten nicht live dabei sein? Hier finden Sie in Kürze die Aufzeichnung des Webinars sowie die vollständigen Unterlagen zum Download:

[Link zur Video-Aufzeichnung - folgt in Kürze]

Ansprechpartnerin: Birgit Haase, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing bei bulwiengesa, birgit.haase@bulwiengesa.de

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